Ein Einkauf Ohne Thermorollen – Undenkbar

Was Thermorollen sind? Nun, wir kennen das Papier sowohl von Kassenbelegen als auch von verschiedenen Faxgeräten. Dieses Papier zeichnet sich durch eine hitzeempfindliche Beschichtung aus. Ausschließlich Thermodrucker können die Schrift auf diesem Papier entstehen lassen. Doch ist Thermopapier nicht gleich Thermopapier. Welche Unterschiede können wir aufzeigen, um einen kleinen Überblick zu schaffen?

  • Die Breite des Papiers: Die Breite der Thermorollen muss natürlich dem Thermodrucker angepasst sein. Da die verschiedenen Hersteller mit unterschiedlichen Breiten arbeiten, werden diese zum Nachbestellen selbstverständlich gefertigt. Folgende Breiten sind üblich – 44 mm, 50 mm, 54 mm, 57 mm, 58 mm, 60 mm, 62 mm, 80 mm, 82 mm, 95 mm, 112 mm sowie  210 mm.
  • Thermopapierrollen ohne BP-A: Hierbei handelt es sich um Thermopapier, das ohne die Verwendung von Bisphenol-A hergestellt wurde. Für gewöhnlich wurde Bisphenol-A als Farbbildner eingesetzt. Denn viele Nutzer wünschen sich auch auf Thermopapier ein farbiges Erscheinungsbild. Jedoch wurde der Anteil des BP-A mit Wirkung zum 1.1. 2020 auf 0,02% der Beschichtung gestattet. Somit ist der Einsatz des BP-A gewissermaßen verboten. Doch auch ohne BP-A kann das gewünschte Ergebnis erreicht werden. Da die Kunden, groß wie klein, ja direkt mit der Oberfläche des Kassenbons in Berührung kommen, wurde dieser Bestandteil aufgrund seiner gesundheitsgefährdenden Fähigkeiten bewusst nicht mehr akzeptiert.
  • Phenolfreie Thermopapierrollen: Ja, es gibt die Papierrollen mit Thermopapier auch vollkommen phenolfrei. Das bedeutet, dass tatsächlich außer dem Bisphenol-A auch Bisphenol-C und Bisphenol-S nicht mehr für die Produktion des Thermopapiers verwendet werden. Auch bei ihnen wird von einer großen, gesundheitsschädlichen Wirkung ausgegangen. Um jedoch dennoch den Farbeffekt zu erreichen, wird das Papier auf umwelt- und gesundheitsfreundliche Weise in einen hohe Weißegrad versetzt.

Sicherlich ist es richtig, sich um die Gesundheit der Menschen zu kümmern. Doch soll wirklich alles wieder schwarz-weiß werden? Natürlich nicht. Doch ist immer zu beachten, dass dieses Papier im richtigen Drucker verwendet wird. Anderenfalls ist es egal, mit welcher Beschichtung Sie es zu tun haben. Der Drucker wird nicht das auftragen können, was von Ihnen gewünscht bzw. in Auftrag gegeben wurde.

Um die Farbe wieder ins Spiel zu bringen, wurden Verfahren auf rein physikalischer Reaktion des Papieres hervorgebracht. Sie sind absolut umwelt- und gesundheitsschonend, sodass sie in einfach jedem Bereich eingesetzt werden können. Das Spezialpapier für Thermodrucker birgt aber noch andere Vorteile. So ist es beständig gegen Sonnenlicht und Wärmeeinflüsse. Die Schrift hält sich bis zu 35 Jahre. Im Vergleich hält die Schrift des herkömmlichen Thermopapiers nur 10 Jahre. Zudem ist es so umwelt- und gesundheitsfreundlich, dass sogar ein direkter Kontakt zu Lebensmitteln gestattet ist. Sie sind sogar recyclingfähig. Erkennen kann man dieses „neue“ Thermopapier an der blauen Farbe. Es kann in allen herkömmlichen Thermodruckern verwendet werden.

Fazit:

 

Aufgrund der unterschiedlichen Notwendigkeiten ist es nicht möglich, vollkommen auf das Thermopapier zu verzichten. Doch sollte es mit Bedacht eingesetzt werden, nur dort, wo es wirklich notwendig ist. Einen Vorteil haben wir bisher allerdings verschwiegen: Wer sich für Thermopapierrollen entscheidet, benötigt nur noch den Thermodrucker, ist aber die Sorge um Tonerkartuschen oder Farbpatronen endgültig los.